Analoge Kamera – alt oder doch noch aktuell?

Als die digitalen Kameras vor ein paar Jahren immer besser wurden und auch professionelle Fotografen immer mehr dazu übergingen, digital zu fotografieren – wenn auch zuerst quasi hinter vorgehaltener Hand – haben manche bereits das Ende für die analoge Kamera eingeläutet. Doch ganz so schlimm ist es nicht gekommen und wird es auch nicht kommen.

Die analoge Kamera behauptet sich in Nischen

Analog Kamera

Die analoge Kamera speichert Bilder nicht auf Chips, sondern belichtet einen Film (c) istock.com/ scanrail

Obwohl auf dem kommerziellen Fotomarkt inzwischen fast ausschließlich digital fotografiert wird, hat sich die analoge Kamera bei den Foto-Künstlern doch gehalten. Es gibt bestimmte Entwicklungstechniken mit Chemikalien zum Beispiel, die sich digital weder herstellen, noch in dieser Art kopieren lassen. Fotoartisten lieben es auch, den Prozess der Fotoentwicklung selbst zu beeinflussen.

Sogar der Faktor, dass bestimmte Dinge im Fotolabor nicht hundertprozentig zu kontrollieren sind, wird in der Fotokunst eher positiv gesehen. Es sind dann also die Puristen unter den Fotografen, die nicht nur lieber eine analoge Kamera benutzen, sondern auch die Filmentwicklung gerne selbst übernehmen.

Selbstverständlich lassen sich auch zusätzliche Geräte wie UV Filter und Polarisationsfilter oder auch andere Kamera Filter an der analogen Kamera anbringen. Hierbei unterscheidet sie sich nicht von der DSLR.

Do-it-yourself-feeling durch die analoge Kamera

Wenn es darum geht, schnell und vor allen Dingen kommerziell zu arbeiten, sowie Bildmaterial gezielt und zu bearbeiten, zu manipulieren und einzubauen und dann zu versenden, ist die digitale Kamera weit überlegen und die analoge Kamera hat sehr viel Boden verloren. Bildbearbeitung ist mit einer DSLR schlichtweg bequeme und dadurch deutlich weniger zeitintensiv. Auch bei der Portraitfotografie, wo es oftmals darum geht, Bilder möglichst schnell abrufen zu können, sind digitale Spiegelreflexkameras der analogen Kameras überlegen. Auf der anderen Seite bildet sich für die alte – und auch die neue – analoge Kamera ein ganz neuer Markt und zwar nicht von Menschen, die nur die analoge Kamera kennen und vor der digitalen zurück scheuen, sondern von Fotografen, die beides kennen und sich bewusst – wieder – für den analogen Prozess entscheiden.

Diese Gruppe hat eine klare Entscheidung getroffen und weiß, was sie an der analogen Fotografie hat. Oft wird die digitale Kamera dort nur für Testbilder benutzt, die dann schnell kontrolliert werden, um dann mit der analogen Kamera das „richtige“ Bild zu schießen. Wie es jetzt aussieht, haben sich beide Kamera-Typen ihren Platz auf dem Markt erobert und werden ihn auch beide behalten. Die Arbeit mit den Kameras und die Entwicklungsprozesse bis zum fertigen Bild sind so unterschiedlich, dass sich sowohl für die eine, wie auch die andere Methode immer genug Nutzer finden.

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