Berühmte Fotografen – Die man kennen sollte

Zugegeben, berühmte Fotografen für diesen Beitrag zu finden, war nicht einfach. Das lag aber weniger daran, dass die Auswahl gering ist, sondern vielmehr an den Meinungsverschiedenheiten der Kritiker über berühmte Fotografen. Die Meinungen über erfolgreiche und berühmte Fotografen in Deutschland gehen auseinander und sind subjektiv. Daher stelle ich euch meine Auswahl vor und freue mich auf Kommentare und Anregungen. Vielleicht kann ich die Liste dann schon bald erweitern.

Berühmte Fotografen

Fotografen, die Du kennen solltest (c) istock.com/ SDannaS

August Sander (*1876-†1964)

August Sander war ein deutscher Fotograf, der 1876 in Herdorf geboren ist. 1902 eröffnete er in Linz an der Donau sein erstes Fotogeschäft und Atelier, später zog er mit seiner Familie nach Köln. Heute zählt er zu den berühmten Fotografen des 20. Jahrhunderts. Eines seiner ehrgeizigsten Projekte „ Menschen des 20.Jahrhunderts“ war es, ein umfassendes Portrait der deutschen Gesellschaft fotografische festzuhalten. Alle Gesellschaftsschichten waren für seine Aufnahmen interessant, dafür analysierte er die Charaktere mit einem unerschrockenen Realismus. Als Porträtfotograf erlangte August Sander auch Berühmtheit. Weitere befasste er sich, als professioneller Fotograf, mit der Landschafts-, Natur-, Industriearchitektur- und Stadtfotografie. Sander stellte seine Bilder auch aus, neben vielen Ausstellungen in Deutschland, war er mit seinen Bildern unter anderem im Museum of Modern Art in New York.

Erich Salomon (*1886-†1944)

Zu den berühmten Fotografen zählt auch Erich Salomon, er ist 1886 in Berlin als Sohn eines wohlhabende Bankiers und königliche Kommerzienrats geboren. Vom Börsenmakler, zum Taxifahrer und dann in die Werbeabteilung eines Berliner Verlags, so begann Salomon erst mit 39 Jahren mit der Fotografie, als Pressefotograf. Dabei fotografierte er aktuelle politische Ereignisse und war damit einer der großen Fotografen der Weimarer Republik. Auch in London und Amerika gelangen ihm mit seiner ausgefeilten Technik tolle Aufnahmen. Er versteckte beispielsweise seine Kamera im Hut oder seiner Aktentasche. 1944 wurde Erich Salomon in Auschwitz ermordet.

Alfred Eisenstaedt(*1898-†1995)

Alfred Eisenstaedt wurde 1898 in Dirschau geboren und wurde im 20.Jahrhundert zu einem der einflussreichsten Fotoreporter. Schon früh stellte sich seine Leidenschaft für das Fotografieren heraus. Er schrieb berichte für den Weltspiegel und arbeitete als Fotograf für das Berliner Tageblatt und kann so in die Liste der berühmten Fotografen aufgenommen werden. Der berühmte Fotograf gab sich auch der Portaitfotografie hin und machte unter anderem Aufnahmen von Marlene Dietrich und Adolf Hitler. Eisenstaedt hat sich nicht auf eine Art von Foto spezialisiert, sondern fotografierte in allen möglichen Situationen. Seine Aufnahmen sind gekennzeichnet durch die Ungezwungenheit im Umgang mit Menschen und Dingen, dabei setzte er auf natürliche Lichtverhältnisse, benutzte hochempfindliches Filmmaterial und offene Blenden.

Helmut Newton (*1920-†2004)

Auch Newton gehört zu den berühmten >Fotografen, war ein australischer Fotograf deutsch-jüdischer Herkunft der 1920 in Berlin geboren ist. Seine Karriere begann er mit einer Lehre als Fotograf, später flüchtete er vor den Nazis aus Deutschland Richtung Singapur. So landete er in Australien und eröffnete ein Fotogeschäft in Melbourne. Dort arbeitete er hauptsächlich für die australische Vogue. 2003 hat er die nach ihm benannte Helmut Newton Stiftung gegründet.vBis zu seinem Tod, durch einen Verkehrsunfall, lebte er abwechselnd in Monaco und Los Angeles.

Günter Rössler (*1926-†2012)

Der berühmte Fotograf Günter Rössler ist in Leipzig geboren und hat sich besonders mit der Aktfotografie in der DDR beschäftigt. 1946 begann Rössler eine Ausbildung zum Fotografen und widmete sich 1960 der Aktfotografie. Während seiner Karriere arbeitete der berühmte Fotograf für Modemagazine, organisierte seine Ausstellungen, arbeitete für den Playboy und veröffentlichte Bildbände. Seine Arbeiten sind überwiegend schwarz/weiß.

Bernd und Hilla Becher (*1931-†2007, *1934)

Das international bekannte Fotografenpaar ist für seine schwarz-weiß-Fotografien von Fachwerkhäusern und Industriebauten bekannt. Das Paar gründete zusammen die Düsseldorfer Photoschule. Hilla Becher interessierte sich schon als Kind für die Fotografie und absolvierte später eine Ausbildung zur Fotografin. Sie sieht August Sander als großen Einfluss ihrer Entwicklung an. Ihr Mann Bernd Becher studierte zunächst Malerei und später Typografie. Aber auch er hatte bereits vor dem Studium ein Interesse an Zeichnung und Gemälden. Ihre Technik war geprägt von Zentralperspektiven, Verzerrungsfreiheit, Menschenleere und weichem Sonnenlicht. Bernd Becher wurde später Professor für Fotografie und beide hatten viele Ausstellungen, auch mit anderen Künstlern. Außerdem veröffentlichten sie Bildbände und arbeiteten an einigen Dokumentarfilmen mit.

Horst Faas (*1933-†2012)

1933 ist Horst Fass in Berlin geboren. Zum berühmten Fotografen wurde er durch seine Berichte aus Vietnam in den Jahren 1962 bis 1974, für die er auch mehrfach eine Auszeichnung erhielt. Sein nicht ganz ungefährlicher Job führte ihn von 1976 bis 2003 nach London, wo er als Fotochef für Europa, den Nahe Osten und Afrika arbeitete. Zu Lebzeiten veröffentlichte er auch ein Buch und einen Bildband. 2005 erkrankte Horst Faas und starb 2012.

Ellen von Unwerth (*1954)

Die Fotografin Ellen von Unwerth ist 1954 in Frankfurt am Main geboren, dort ist sie im Waisenhaus aufgewachsen. Heute pendelt sie zwischen Paris, New York und Berlin. Ihren Durchbruch als Fotografin hatte sie 1989, als sie von einer französischen Zeitung beauftragt wurde eine Kampagne zu fotografieren. Dabei entdeckte die Claudia Schiffer als Model und später auch Nadja Auermann. Ihr Vorbild ist der berühmte Fotograf Helmut Newton, der ihren kühlen erotischen Stil beeinflusst hat. Zu ihren Erfolgen gehören auch Ausstellungen Musikvideos, Bücher und Veröffentlichungen in vielen wichtigen Zeitschriften.

Andreas Gursky (*1955)

Der Leipziger Fotograf hat das Fotografieren quasi im Blut. Denn schon sein Großvater und Vater waren Werbefotografen. Zu seinen Spezialitäten gehören die digitale Bildbearbeitung und das extreme Großformat. Für seine Arbeiten hat er berühmte Fotografen zum Vorbild, nämlich Bernd und Hilla Becher. Gursky fotografiert mit Vorliebe Landschaften, Architektur und Innenräume. Auf dem internationalen Kunstmarkt werden seine Bilder hoch gehandelt, der Rekordwert liegt bei 3,19 Millionen Euro. Seine Werke kann man in internationalen Museen bestaunen oder mit dem nötigen Kleingeld auch für den Privatbesitz erwerben.
Schaut euch ein mal das Video an, vielleicht wird die Arbeit des Künstlers für euch verständlicher.

Thomas Ruff (*1958)

Der Düsseldorfer Thomas Ruff hat sein Fotografiestudium an der Kunstakademie von Bernd und Hilla Becher absolviert. Später lehrte er dann selber. Zu seinen Fotografien gehören Interieurs, Innenräume, vor allem von Wohnungen der 1950er bis 1970er, sowie Porträts und Ansichten von Gebäuden und Nachtaufnahmen. Die Portraits des berühmten Fotografen sind meist passbildartig und in Übergröße. Seine Aufnahmen von Gebäuden hingegen sind distanzierter. Zu seinen Arbeiten gehören auch die Veröffentlichung eines Foto-Bands und Ausstellungen. Der berühmte Fotograf hat für seine Werke einige Auszeichnungen erhalten.

Thomas Struth (*1954)

Auch Thomas Struth studierte an der Hochschule von Bernd und Hilla Becher. Und wurde später Professor an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung. Heute ist seine Position als Fotograf international gefestigt und er lebt zusammen mit seiner Frau in Berlin und New York. Seine Fotografie beschäftigt sich mit Themen wie Straßenzüge, Menschen, Museen und der Natur. Im Gegensatz zu Andreas Gursky und Thomas Ruff nutzt er die digitale Bildbearbeitung wenig. Seine Bilder zeigen auch hochmoderne Anlagen, wie Kernfusionsreaktoren oder Space Shuttles. Auch er kann Auszeichnungen und Ausstellungen vorweisen.

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