Canon Spiegelreflexkamera – Tipps zum Fotografieren mit DSLR

Fotografieren gehört zu den beliebtesten Hobbys weltweit, daher gibt es auch in Deutschland eine Vielzahl an semi professionellen Fotografen.

Canon Spiegelreflexkamera

Tipps für den Umgang mit einer Canon Spiegelreflexkamera (c)istock.com/ michaeljung

Auch Motive gibt es auf dieser Welt genügend, doch wie rückt man diese mit seiner Canon Spiegelreflexkamera ins perfekte Licht?! Ständig verbessert sich die Technik, gab es früher nur die analoge Fotografie, gibt es heute moderne Spiegelreflexkameras, die Fotos in brillanter Digitalqualität knippsen können. Und man kann durch diverse Einstellungen an der Canon Spiegelreflexkamera alle möglichen Effekte und Kontraste zaubern. Heutzutage ist Fotografieren eben mehr als nur die Erinnerungen an den Urlaub, es ist wie Kunst, die man sich ins Wohnzimmer hängt oder auf Ausstellungen besucht. Doch was bringt uns die tollste Technik, wenn wir gar nicht wissen wie wir unsere Canon Spiegelreflexkamera einsetzen können. Gerade für Anfänger, so wie auch ich einer bin, ist das oft sehr verwirrend. Daher nun ein paar Grundlagen zum Fotografieren mit DSLR.

Themen im Überblick

1. Blende

Die Blende ist im Objektiv der Canon Spiegelreflexkamera verbaut. Sie ist unter anderem für die Helligkeit des Fotos verantwortlich. Durch drehen der Blende kann sie geöffnet oder geschlossen werden und dadurch wird der Lichteinfall auf den Sensor der Canon Spiegelreflexkamera beeinflusst. Die Blende wird durch die Blendenwerte gesteuert z.B. f/1.4 oder f/16. Je kleiner die Zahl ist, desto größer ist die Blendenöffnung der Canon Spiegelreflexkamera und desto heller das Foto und umgekehrt. Wird von einer kleinen Blendenöffnung gesprochen, dann ist eher f/16 gemeint, spricht man hingegen von einer großen Blende, dann geht es um die kleineren Zahlen. Zugegeben auf den ersten Blick ist dies verwirrend, aber wenn man es ein mal verstanden hat, ist es ganz einfach.

2. Schärfentiefe

Eine weitere Aufgabe der Blende ist die Steuerung der Schärfentiefe. Die Schärfentiefe kennzeichnet die Größe des scharfen Bereichs in einem Foto. Je größer die Blendenöffnung der, desto mehr Lichteinfall und desto geringer wird die Schärfentiefe. Die Schärfentiefe ist jedoch noch von einem weiteren Faktor abhängig. Nämlich von dem Abstand der Canon Spiegelreflexkamera zum gewünschten Motiv. Das bedeutet, je weiter ich beim fotografieren von meinem Motiv entfernt bin, desto größer ist die Schärfentiefe. Des Weiteren spielt auch der Abstand vom Motiv zum Hintergrund eine entscheidende Rolle über die Schärfentiefe. Je weiter das Objekt vom Hintergrund entfernt ist, desto unschärfer wird der Hintergrund und umgekehrt.

3. Fokus

Der Fokus bestimmt den Teil des Bildes, der scharf gestellt werden soll. Der Fokuspunkt der Canon Spiegelreflexkamera ist je nach Bild frei wählbar. Bei der Canon Spiegelreflexkamera kann entweder manuell scharf gestellt werden oder automatisch fokussiert werden. Fotografiert man ohne Stativ mit einer manuellen Scharfstellung kann es leichter zum Verwackeln des Bildes kommen. Daher bieten viele Objektive der Canon Spiegelreflexkamera heutzutage einen Autofokus. Zu den letzten drei Punkten habe ich dieses, wie ich finde, tolle Video gefunden. Besonders haben mir die Darstellungen zu den Erklärungen gefallen. Da sie wirklich anschaulich und gut verständlich sind.

4. Brennweite

Die Brennweite, auch Zoom genannt, ist der Bildwinkel der Canon Spiegelreflexkamera. Sie gibt an wie viel Umgebung auf dem Foto zu sehen ist. Je größer die Brennweite, desto schmaler wird der Bildwinkel und damit der Ausschnitt des Bildes. Es wird grob zwischen Normal-, Weitwinkel- und Teleobjektiv unterschieden. Als Normalobjektiv werden 50-mm-Objektive bezeichnet, da sie ungefähr dem Blickwinkel des menschlichen Auges (46°) entsprechen. Als Weitwinkelobjektive werden Objektive bezeichnet, die unterhalb von 50 mm liegen. Liegt die Brennweite oberhalb von 50 mm spricht man von Teleobjektiven, sie vergrößern entfernte Objekte, so dass sie formatfüllend erscheinen. Die Brennweite beeinflusst zudem die Schärfentiefe, je kleiner die Brennweite desto höher ist die Schärfentiefe. Jetzt stellt sich einem natürlich die Frage, wann man denn nun welche Brennweite beim fotografieren mit der Canon Spiegelreflexkamera einsetzt. Für Landschaftsfotografien wird eher ein Weitwinkelobjektiv gewählt, also eine geringe Brennweite. Bei der Portraitfotografie wird eher eine größere Brennweite gewählt, weil man dadurch eine geringer Schärfentiefe erhält und die zu fotografierende Person sich mehr vom Hintergrund abhebt. Bei der Sportfotografie und wenn man Tiere in der freien Wildbahn mit der Canon Spiegelreflexkamera fotografieren möchte, eignet sich eine sehr große Brennweite. Denn so kann man vom gewünschten Objekt weit weg sein und kann trotzdem nah heranzoomen.

5. Belichtungszeit

Aufnahme mit der Canon Spiegelreflexkamera

Bei Dunkelheit braucht man eine längere Belichtungszeit als am Tag (c)istock.com/ kreativideo

Die Belichtungszeit, oder auch Verschlusszeit genannt, wird direkt an der Canon Spiegelreflexkamera eingestellt. Mit der kann man bestimmen, wie lange Licht auf den Kamerasensor trifft. Je weniger Licht auf den Sensor trifft, desto dunkler wird das Bild und umgekehrt. Die Belichtungszeit wird in Sekunden angegeben. Meist hat man einen Bruchteil einer Sekunde, also Belichtungszeiten von 1/60 oder 1/200 Sekunden. Viele kennen sicher die Bilder von Autobahnen bei Nacht. Die Objekte, in diesem Fall Autos, bewegen sich und mit Hilfe einer längeren Verschlusszeit, kann man die Bewegungen sichtbar machen. Je länger die Belichtungszeit, desto höher ist dann auch die Verwacklungsgefahr, wenn man ohne Stativ fotografiert.

6. Verwacklungsschärfe

Wie grad angesprochen, besteht bei einer hohen Belichtungszeit die Gefahr, dass man die Canon Spiegelreflexkamera nicht ruhig in der Hand halten kann und das Foto dadurch verwackelt. Wollen wir dann noch zoomen, kommt also eine lange Brennweite hinzu, wird es noch schwerer. Die Lösung heißt dann Stativ. Sollte man keins haben oder es grad nicht dabei haben, dann sollte die Belichtungszeit der Brennweite angepasst werden. Das heißt, dass die Belichtungszeit nicht größer als die Brennweite sein sollte und umgekehrt. Wählt man eine Brennweite von 50 mm dann sollte die Belichtungszeit mindestens 1/50 sein. Weiter kann man zur Vermeidung der Verwacklungsschärfe sogenannte Bildstabilisatoren hinzuziehen. Bei meiner Canon Spiegelreflexkamera ist der Bildstabilisator im Objektiv. Man kann ihn aber manuelle Einschalten und Ausschalten. In bestimmten Situationen macht es nämlich Sinn den Stabilisator auszuschalten, z.B. wenn man eine Stativ-Aufnahme macht, denn manche Systeme können bei einer völlig ruhigen Kamera überkompensieren und dadurch verwackeln die Fotos dann auch.

7. ISO-Wert

Den ISO-Wert kann man sich quasi wie bei unseren Augen vorstellen. Ist man in einem hellen Raum und schaltet das Licht aus, muss sich das Auge an die Dunkelheit gewöhnen. Schaltet man nach einiger Zeit das Licht wieder an, scheint es viel heller und blendet uns, bis sich das Auge an die Helligkeit gewöhnt hat. Unser Sehnerv muss die Lichtempfindlichkeit je nach Helligkeit justieren. Ebenso verhält es sich mit dem Sensor der Canon Spiegelreflexkamera. Der Unterschied ist nur, dass wir dessen Empfindlichkeit mit Hilfe der ISO-Einstellungen regeln können. In der analogen Fotografie bestimmt der ISO-Wert die Empfindlichkeit des Filmes auf Licht. Je höher dabei der Wert ist, desto empfindlicher ist der Film auf Licht. Bei der digitalen Canon Spiegelreflexkamera benutzt man ja nun keinen Film mehr, daher bezieht sich der ISO-Wert auf den Sensor. Der Wert bestimmt, wie stark der Sensor das Licht verstärkt. Der ISO-Wert gibt die Lichtempfindlichkeit des Senors in der Canon Spiegelreflexkamera an und hat Einfluss auf die Belichtung des Fotos. Je höher dieser Wert ist, desto mehr Helligkeit ist auf dem Bild. Aber desto höher ist auch das Bildrauschen. Daher sollte der ISO-Wert so gering wie möglich gehalten werden.

8. Bildrauschen

Wie grad beschrieben verschlechtert sich die Bildqualität der Canon Spiegelreflexkamera bei steigendem ISO-Wert je nach Kamera-Modell. Es kommt dann zum sogenannten Bildrauschen und die Qualität des Fotos nimmt ab. Das Rauschverhalten bei dem Einsteigermodell der Canon Spiegelreflexkamera EOS 650D oder auch der Nikon D5200 werden als akzeptable bewertet. Werden die Kamera-Modelle besser, verbessert sich auch meist das Rauschen, jedoch wirkt sich das ganz klar auch auf den Preis der Nikon und Canon Spiegelreflexkamera aus.

9. Fazit Canon Spiegelreflexkamera

Wer sich intensiver mit der Fotografie beschäftigt, wird feststellen, dass es trotz moderner Technik, einiges bei der Canon Spiegelreflexkamera zu beachten gibt, damit wirklich gute Fotos gemacht werden können. Die Canon Spiegelreflexkamera überzeugt viele Fotografen mit ihrer sehr guten Qualität der geschossenen Fotos, mit toller technischer Ausstattung und einem guten Hersteller Service. Auch Hobby Fotografen können mit der richtigen Ausrüstung wirklich gute Ergebnisse beim Fotografieren mit der Canon Spiegelreflexkamera erzielen. Natürlich spielt auch immer der Kostenfaktor eine Rollen, denn eine Canon Spiegelreflexkamera ist nicht immer günstig. Und auch das Zubehör, welches es braucht, um die Bilder im Nachhinein anständig zu bearbeiten ist nicht billig. Wer einen gewissen Anspruch an seine Bilder hat, muss also etwas auf den Tisch legen, um eine gescheite Ausrüstung sein Eigen nennen zu können. Hat man jedoch einmal diese Ausrüstung zusammen, steht dem kreativen Arbeiten mit der Canon Spiegelreflexkamera nichts mehr im Wege und es macht ja auch viel Spaß.

1 Antwort: “Canon Spiegelreflexkamera – Tipps zum Fotografieren mit DSLR”

  1. Soundly sagt:

    Hallo, endlich jemand, der Blende, Fokus und Schärfentiefe absolut verständlich erklärt. Das Video ist sehr empfehlenswert für Anfänger. Vielen lieben Dank!

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