Stativ Test: Das beste Stativ

Jeder Profifotograf weiß sein Stativ zu schätzen und immer mehr Laien greifen auf ein eben solches zurück, deswegen möchte ich mit meinem Stativ Test Euch die Stativ Auswahl ein bisschen erleichtern. In einigen meiner Beiträge, zum Beispiel „Wie man seinen Gebrauchtwagen richtig in Szene setzt“ oder „Canon Spiegelreflexkamera – Tipps zum Fotografieren mit DSLR“, habe ich bereits Bezug auf das Stativ genommen und deren Wichtigkeit kurz dargestellt. Das Stativ ist in vielen Situationen unverzichtbar und bietet jedem Fotografen kreativen Spielraum, gerade beim Spiel mit langer Belichtungszeit. Inzwischen gibt es immer mehr Menschen, die sich darin versuchen, mit Licht kleine Kunstwerke zu schaffen.

Wozu ein Stativ Test?

Stativ Test

Die verschiedenen Arten von Stativen haben unterschiedliche Vorteile (c) istock.com/tein79


Ein Stativ wird nicht bei jedem Foto benötigt. Hat man ausreichend natürliches oder künstlich geschaffenes Licht, ist die Verschlusszeit so klein, dass man keinerlei Schwierigkeiten hat, ein scharfes Foto zu machen. Allerdings ist das nicht immer so. Oftmals ärgert man sich darüber, dass das Foto einfach nicht scharf wird, hält man die Kamera auch noch so ruhig. Aber gerade bei der Fotografie wird jede kleinste Bewegung auf einem Foto sichtbar. Das sieht man nicht unbedingt schon auf dem Display, sondern meistens erst später am Computer oder Fernseher, wenn man mit einer DSLR fotografiert, also wenn die Situation schon längst vorüber ist. Wenn Euch dieses Ärgernis bekannt vorkommt, solltet Ihr über die Anschaffung eines Stativs nachdenken und den folgenden Stativ Test aufmerksam lesen.

Arten von Stativen

Es gibt zwei verschieden große Arten von Stativen. Monopods sind Einbeinstative, stehen also nur mithilfe eines Beines. Das ist gerade dann vorteilhaft, wenn der Aufbau des Stativs schnell gehen muss und die Position oft gewechselt wird. Auch innerhalb von Menschenmassen eignen sich diese Stative hervorragend, denn sie können nicht so schnell umkippen. Die andere Variante sind die Dreibeinstative, auch als Tripods bezeichnet. Bei diesen Stativen ist die Arbeit wesentlich präziser. Sie eignen sich bestens bei langfristigen Shootings oder dann, wenn man keinen Zeitdruck hat.

Stativ Test: Wichtige Komponenten

Das Wichtigste bei einem Stativ ist der Stativkopf. Neben der maximalen Traglast des Stativkopfes, die unbedingt beachtet werden muss, gibt es verschiedene Ausführungen. Das Kippen von oben nach unten oder von links nach rechts ist hierbei die einfachste Variante. Danach folgt die Version, die beides kombiniert, also sowohl vertikale als auch horizontale Bewegungen ermöglicht. Weiterhin gibt es sogenannte Drei-Wege-Neiger, die zusätzlich die Möglichkeit bieten, die Kamera schräg festzustellen. Darüber hinaus ist ein Kugelkopf der Variabelste von allen. Allerdings ist dieser auch ein wenig ungenauer.

Aufbau des Stativ Tests

Ich habe für meinen Stativ Test fünf verschiedene Stative von jeder Sorte ausgewählt und vier Faktoren verglichen: Tragkraft, Gewicht, Material und Maximale Höhe. Die letzte Spalte enthält eine Bewertung von 1 bis 5 abhängig von den letzten vier Punkten und anderen subjektiven Faktoren, wie dem Preis-Leistungs-Verhältnis oder der Funktionalität des Statives.

Dreibein Stativ Test

In meinem Dreibeine Stativ Test teste ich 4 Stative von Cullmann. Das Unternehmen aus Bayern hat in der letzten Zeit viele hochqualitative Produkte auf den Markt gebracht. Zwei der Cullmann-Stative konnten mit „sehr gut“ in meinem Stativ Test punkten.

Einbein Stativ TestFür den Einbein Stativ Test habe ich drei Manfrotto-Stative ausgewählt. Die Italiener haben es verdient, einen hervorragenden Platz in meinem Stativ Test zu bekommen. Ihre Produkte überragen mit einer hohen Qualität, aber sie haben leider den ersten Platz in meinem Stativ Test nicht geschafft. Der erste Platz ist für SIRUI und ihr P-326, das mit einem Gewicht von nur 400 g, einer Tragkraft von 10 Kg und Kompatibilität sowohl für Nikon als auch für Canon Objektive der König meines Einbein Stativ Tests ist. Wenn Ihr Interesse an weiteren Informationen zu meinem Favoriten habt, dan findet Ihr diese hier. Es gibt kein „bestes Stativ“Wie schon vor dem Stativ Test berichtet wurde, gibt es verschiedene Arten von Stativen und verschiedene Leistungen, jeder Fotograf sollte seine Bedürfnisse und sein Budget einschätzen, bevor er ein Stativ kauft. Ich hoffe, dass mein Stativ Test die Entscheidung ein bisschen einfacher macht. Auf jeden Fall kann ich sagen, dass man mit einem SIRUI P-326 (wenn man ein Monopod möchte) oder einem Cullmann NANOMAX 250 nichts falsch machen kann, aus gutem Grund sind sie meine Stativ Test Sieger!

Stativ Test

Modell Tragkraft Gewicht Material Maximale Höhe Bewertung
Cullmann NANOMAX 260 3,5 Kg 1.400 g Aluminium 162 cm ♦ ♦ ♦ ♦
Cullmann NANOMAX 250 3 Kg 1.000 g Aluminium 140 cm ♦ ♦ ♦ ♦ ♦
Cullmann NANOMAX 200T 2 Kg 700 g Aluminium 82 cm ♦ ♦ ♦ ♦ ♦
Cullmann MAGNESIT 522 5 Kg 1.700 g Aluminium und Magnesium 124 cm ♦ ♦ ♦ ♦
Manfrotto MA 055CXPRO4 8 Kg 1.700 g Carbon 170 cm ♦ ♦ ♦ ♦ ♦

Einbeinstativ Test

Modell Tragkraft Gewicht Material Maximale Höhe Bewertung
Manfrotto 680B 10 Kg 830 g Aluminium 154 cm ♦ ♦ ♦ ♦
SIRUI P-326 10 Kg 400 g Carbon 154 cm ♦ ♦ ♦ ♦ ♦
Cullmann MAGNESIT 580C Carbon 12,5 Kg 610 g Carbon 168 cm ♦ ♦ ♦ ♦
Manfrotto 682B 12 Kg 1,88 Kg Aluminium 172 cm ♦ ♦ ♦
Manfrotto 685B 8 Kg 700 g Aluminium 166 cm ♦ ♦ ♦ ♦

Weitere Foto Tipps:

4 Antworten: “Stativ Test: Das beste Stativ”

  1. flo sagt:

    Guter Test:)danke! Ich hatte das Manfrotto 680B auch schon testen gedurft und fand es hervorragend! Mit dem SIRUI P-326 habe ich persönlich noch keine Erfahrungen gemacht die hohe Tragkraft kombiniert mit dem geringen Gewicht wirken aber sehr Attraktiv:)

  2. Lexi sagt:

    Hallo,

    sehr übersichtliche Beschreibung der unterschiedlichen Kamerastativen, finde ich super, dass kurz und knapp zusammengefasst ist. Natürlich ist der Begriff „schlechtes Stativ“ etwa schwammig – es gibt eifach Käufer, die von einem niedrigen Preis Spitzenqualität erwarten, was natürlich nicht der Fall sein könnte. Man muss schon damit rechnen mehr Geld in einem Stativ zu investieren, um die entsprechende Leistung zu bekommen.

  3. Florian sagt:

    Hi, danke für die Inspiration mit Deiner Seite. Auch, wenn ich die Vorteile eines Dreibeinstatives doch sehr schätze ist mir besonders auf Reisen doch aufgefallen, dass ich da sogar häufiger mein Monopod zücke, um einfach mehr Stabiltät zu haben. Hier ist der Aufbau nicht so umständlich und es ist etwas leichter! Aber alles zu seiner Zeit. Weiter so! Liebe Grüße

  4. Julia sagt:

    Hallo,
    finden deine sehr gut und informativ. Du hast das Wichtigste ziemlich gut in wenigen Worten zusammengefasst. Ich habe selbst das SIRUI P-326 und bin sehr zufrieden mit diesen. Man sollte sich stets sorgfältig über die jeweiligen Vor- sowie Nachteile der Produkte informieren, um dann letztendlich nicht doppelt drauf zu zahlen. Der Test am Ende des Beitrags gibt einen guten Überblick über die Eigenschaften der jeweiligen Stative. Gefällt mir sehr gut!
    Liebe Grüße!

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